Wie verändert Hitze unsere Mobilität? Was bedeutet der Klimawandel für Fuß- und Radverkehr, den öffentlichen Verkehr und unsere Straßenräume? Und wie können wir Mobilitätsinfrastruktur klimaresilient gestalten?
Diesen Fragen haben wir uns bei unserer Learning Journey „Die Hitze lässt uns nicht kalt“ gewidmet. Denn hohe Temperaturen beeinflussen zunehmend, wie wir uns fortbewegen: Menschen suchen kühlere und schattigere Wege und Verkehrsmittel, während gleichzeitig unsere Verkehrsinfrastruktur vor neue Herausforderungen gestellt wird.
Unsere Community-Umfrage mit 110 Rückmeldungen zeigte deutlich: Mehr Schatten und Begrünung entlang der Wege sowie kühlere und klimatisierte Verkehrsmittel werden an heißen Tagen besonders wichtig. Gleichzeitig braucht es langfristige Lösungen, um Straßen, Fahrzeuge und öffentliche Räume an steigende Temperaturen anzupassen.
Wie wird Mobilität hitzeresilient?
Unsere Expert:innen gaben spannende Einblicke in die Auswirkungen von Hitze auf unterschiedliche Bereiche der Mobilität:
- Klara Schenk vom VCÖ zeigte, dass Hitzeschutz auch eine Frage der Verteilung des Straßenraums ist. Begrünung, Beschattung und Entsiegelung brauchen Platz – und anstehende Straßensanierungen bieten wichtige Gelegenheiten, klimaangepasste Gestaltung gleich mitzudenken.
- Hannah Schwarz von Geht doch machte deutlich, wie stark Hitze den Fußverkehr beeinflusst. Begrünte und beschattete Wege, Sitzgelegenheiten, Trinkbrunnen und längere Grünphasen können dazu beitragen, das Zufußgehen auch an heißen Tagen angenehmer zu machen. Mit dem „Wanderbaum“ zeigte sie außerdem eine mobile Lösung für mehr Begrünung und Schatten im Straßenraum.
- Angelina Sax von ÖBB Personenverkehr gab Einblicke in die Auswirkungen hoher Temperaturen auf den Bahnverkehr. Rund 75 % der ÖBB-Fahrzeuge sind bereits klimatisiert, bis 2031 sollen es 98 % sein. Gleichzeitig müssen auch Gleise und andere Infrastrukturen langfristig auf steigende Temperaturen vorbereitet werden.
- Gudula Pawelak vom Energieinstitut Vorarlberg stellte mit „Kluge Straßen“ einen konkreten Ansatz für klimaangepasste Straßensanierungen vor. Der „Kluge Straßen Check“ unterstützt Gemeinden und Planungsbehörden dabei, bestehende Straßen zu analysieren und Maßnahmen für Begrünung, Beschattung und Aufenthaltsqualität abzuleiten.
- Frederik Hilden von der Universität Kassel zeigte anhand des Forschungsprojekts „Active 2030+“, wie sich Hitze auf das Mobilitätsverhalten auswirkt. Erste Erkenntnisse aus Trier zeigen, dass Menschen bei hohen Temperaturen beispielsweise kürzere, schattigere und kühlere Wege wählen.
Die Ergebnisse unserer Community-Umfrage unterstrichen diese Erkenntnisse: An heißen Tagen verändern Menschen ihre Mobilitätsentscheidungen und wünschen sich mehr Schatten, Begrünung und klimatisierte öffentliche Verkehrsmittel.
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Fazit: Hitze ist zunehmend ein Mobilitätsthema. Klimaresiliente Mobilität braucht angepasste Infrastruktur, mehr Grün und Schatten im Straßenraum und ein besseres Verständnis dafür, wie sich Mobilitätsverhalten unter veränderten klimatischen Bedingungen wandelt.
Sei bei der nächsten Learning Journey dabei, wenn Expert:innen aus Mobilität, Klimaanpassung und Stadtentwicklung Erfahrungen teilen, Herausforderungen benennen und Lösungswege aufzeigen. Wirf einen Blick auf unsere Eventseite und bleib auf dem Laufenden. Wir freuen uns auf dich!