Rückblick: Community Filmabend – Cycling Cities
Was macht eine Stadt zur echten Fahrradstadt? Und was können wir von europäischen Vorreitern lernen?

Bei unserem Community-Filmabend am 7. Oktober sind wir diesen Fragen gemeinsam mit der Radlobby Wien auf den Grund gegangen. Im Mittelpunkt stand der Dokumentarfilm „Cycling Cities“ von Ingwar Perowanowitsch.  

Der Journalist und Filmemacher ist dafür zwei Monate lang mit dem Fahrrad durch Europa gereist. Von Freiburg über Paris, Gent, Amsterdam, Utrecht und Hamburg bis nach Kopenhagen hat er Städte besucht, die dem Radverkehr schon seit Jahren mehr Raum geben. 

Was macht eine Fahrradstadt aus? 

Der Film zeigt eindrucksvoll, welche Faktoren eine fahrradfreundliche Stadt ausmachen: Eine fahrradfreundliche Stadt braucht sichere Radwege, eine intelligente Verkehrsführung und gute Abstellmöglichkeiten. Eine faire Aufteilung des öffentlichen Raums schafft mehr Platz für aktive Mobilität und erhöht die Lebensqualität. Entscheidend sind langfristige politische Entscheidungen und das gemeinsame Engagement für den Wandel.

Blick über die Grenze: Was wir von Europas Fahrradstädten lernen können 

🏙️ Paris – Mehr Platz fürs Fahrrad: Geschützte Radwege, autofreie Bereiche und eine neue Aufteilung des Straßenraums zeigen, wie selbst eine dicht bebaute Metropole fahrradfreundlicher werden kann. 

🚦 Gent – Weniger Durchgangsverkehr: Mit einem Verkehrs- und Sektorenkonzept hat Gent den Autoverkehr in der Innenstadt neu organisiert und den Durchgangsverkehr reduziert. 

🚲 Amsterdam – Vom Autoboom zur Fahrradstadt: In den 1970er-Jahren führten steigende Unfallzahlen und Protestbewegungen wie Stop de Kindermoord zu Forderungen nach sichereren Straßen und besseren Bedingungen für Radfahrende. 

🚆 Utrecht – Fahrrad und Bahn verbinden: Rund 12.500 Fahrradstellplätze am Hauptbahnhof, direkte Radverbindungen und Brücken wie die Dafne-Schippers-Brücke erleichtern die Kombination von Fahrrad und öffentlichem Verkehr. 

🗺️ Houten – Stadtplanung fürs Fahrrad: Die niederländische Modellstadt stellt das Fahrrad durch ihre Verkehrsplanung und sichere Verbindungen konsequent in den Mittelpunkt. 

🛣️ Hamburg – Radverkehr im Wandel: Der Ausbau der Radinfrastruktur und die Weiterentwicklung des Radwegenetzes sollen das Fahrrad stärker im städtischen Alltag verankern. 

🌉 Kopenhagen – Radfahren als Alltag: Breite Radwege, direkte Verbindungen und Fahrradbrücken wie die Cykelslangen machen das Radfahren attraktiv. Rund 45–49 % der Wege zur Arbeit oder Schule werden mit dem Fahrrad zurückgelegt. 

Fazit: Fahrradfreundliche Städte entstehen nicht zufällig. Die Beispiele aus Europa zeigen, dass eine erfolgreiche Verkehrswende braucht sichere Infrastruktur, eine durchdachte Verkehrsplanung und den politischen Willen, den öffentlichen Raum neu zu gestalten.

👉 Interesse an einem unserer nächsten Events rund um nachhaltige Mobilität mit dabei zu sein? Dann abonniere unseren Newsletter und bleibe immer auf dem Laufenden! 

Mobilität gemeinsam gestalten 
Eine Bewegung, um Mobilität nachhaltig zu verändern.