So bricht man Silos in der Mobilität auf

Was passiert, wenn man typische Trennlinien im Mobilitätssystem aufbricht und Mobilität von morgen gemeinsam neu denkt? Genau das haben wir bei unserer interaktiven Session im Rahmen der Shared Mobility Rocks Konferenz am 5. Mai im Verkehrsmuseum Remise in Wien ausprobiert. 

Mobilität gemeinsam statt getrennt denken

Mobilitätslösungen entstehen oft in unterschiedlichen Bereichen: Unternehmen, Verwaltung, Wissenschaft und Nutzer:innen thematisieren oft dieselben Herausforderungen – jedoch häufig mit unterschiedlichen Blickwinkeln. Genau hier setzte unsere interaktive Session an.

Die Teilnehmenden schlüpften in vier verschiedene Rollen und bearbeiteten gemeinsam reale Fragestellungen rund um Shared Mobility. Ziel war es, Herausforderungen bewusst aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und gemeinsam bessere Lösungen zu entwickeln.

Vier Perspektiven – eine gemeinsame Aufgabe

Die Teilnehmenden arbeiteten in Gruppen pro Tisch jeweils aus einer dieser vier Perspektiven:

👥  Zivilgesellschaft: Wie müssen Shared-Mobility-Angebote gestaltet sein, damit sie für möglichst viele Menschen zugänglich, sicher, leistbar und alltagstauglich sind?

🏢 Unternehmen / Operatoren: Wie können Shared-Mobility-Angebote wirtschaftlich betrieben, skaliert und langfristig erfolgreich umgesetzt werden?

🚌 Öffentlicher Sektor: Welche politischen, rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen braucht es, damit Shared Mobility erfolgreich funktioniert?

🔬 Wissenschaft: Wie lassen sich Wirkung, Nutzen und Herausforderungen von Shared Mobility messen und mit Daten nachvollziehbar machen?

So lief die Session ab

An Tischen wurden wir eigene Themen und Fragen rund um Shared Mobility eingebracht, die anschließend aus den unterschiedlichen Perspektiven in vier Runden bearbeitet wurden.

  1. Runde: Problem verstehen: Zu Beginn wurde die Ausgangssituation beschrieben und die wichtigsten Herausforderungen aus der jeweiligen Perspektive identifiziert.
  2. Runde: Zusammenhänge erkennen: Anschließend wurde die Fragestellung vertieft, bisher übersehene Aspekte herausgearbeitet und relevante Bedürfnisse sowie Anforderungen gesammelt. 
  3. Runde: Lösungen entwickeln: Direkt danach haben die Teilnehmenden konkrete Maßnahmen, Lösungsansätze und mögliche nächste Schritte zur Bearbeitung der Themenstellung entwickelt. 
  4. Runde: Gemeinsam weiterdenken: Zum Schluss wurden erarbeitete Ergebnisse reflektiert, die Behandlung der ursprünglichen Problemstellung bewertet und Verbesserungspotenziale identifiziert. 

Vielen Dank an unsere Tisch-Hosts: Sabine Prettenhofer (ÖBB), Simon Stephan (NEXTBIKE), Eveline Wandl-Vogt (URBANITARIAN), Diedo Ladstädter (ÖBB Postbus), Alexander Scholz (Stadt Wien), Claudia Falkinger (POINT&, Women in Mobility) und Henrieke Bauer (thinkportVIENNA, Hafen Wien).

Unser Fazit

Die Session hat eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll unterschiedliche Perspektiven für die Entwicklung neuer Mobilitätslösungen sind. Erst wenn Unternehmen, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam an einem Tisch sitzen, entstehen Lösungen, die sowohl praktikabel als auch nachhaltig sind. 

Genau dieses gemeinsame Denken möchten wir mit Community creates Mobility weiter fördern. 

Silo Breaker Canvas zum Download 

Für den interaktiven Workshop wurde unser Silo Breaker Canvas festgehalten. Ihr könnt das Canvas gerne herunterladen, für eure eigenen Workshops verwenden und weiterentwickeln. 👉 Canvas herunterladen

Du möchtest beim nächsten Mal dabei sein? Dann abonniere unseren Newsletter und bleibe immer auf dem Laufenden! 

Mobilität gemeinsam gestalten 
Eine Bewegung, um Mobilität nachhaltig zu verändern.